Shagya - Araber
Gestüt - Mühlen

Abschied von Gamar PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 07. Oktober 2009 um 00:00 Uhr

Gamar tobt nun über die immergrünen WiesenGamar - vielseitiger Reitwallach von Ghazzir aus unserer Stammstute Tobrok-62

Wir hoffen für ihn, dass es dort keine gelben Hindernisse gibt!

Gamar hatte sich als Dreijähriger einen sehr dicken und langen Holzsplitter in die Leiste gerammt.  Diese schwere Verletzung benötigte mehr als zwei Jahre bis sie komplett ausgeheilt war - in der Zwischenzeit wurde er längst geritten, startete sogar auf Vielseitigkeitsprüfungen!

Erst als die letzten Splitter herausgeeitert waren und alles verheilt war, merkten wir, welches Temperament wirklich in diesem Wallach steckte, dessen arabischer Name GAMAR soviel wie "Feuer" bedeutet!

Gamar war mit Maren Boromir einige Jahre im Vielseitigkeitssport auf E- und A-Niveau unterwegs und anschliessend mit Evelyn Mörtzschky in Dressurprüfungen in Kl A und L.Gamar in Negernbötel - Vielseitigkeitsprüfung Kl. A

Im Alter von ca. 10 Jahren kam er zurück zu uns und diente vor allem unseren Kindern als vielseitiges Spaß- und Spielpferd.

Tibor hat mit ihm Reiten gelernt und vor allem auch unsere Hovawarthündin Darja von seinem Rücken aus dirigiert. Gamar war ziemlich empfindlich was Darjas Zehen anging, er mochte ungern, wenn Darja sie ihm beim Anspringen in die Schultermuskulatur bohrte - aber es war schwierig, Darja zu überzeugen, dass sie sich am Bein des Reiters oder am Sattel abstützen sollte, während sie bei Ausritten angeleint wurde.

Er lernte natürlich auch Pferdefußball spielen und er brachte Tibor das Springen mit Pferd bei - dabei war er ganz vorsichtig, damit er die kostbare Fracht nicht verlor! Das ist typisch Shagya-Araber!

Fünfzehn Jahre nach seiner schweren Verletzung haben Gamar beim Tag der offenen Tuer 2002die Folgen ihn nun doch in den PFerdehimmel geholt - er hatte wohl das andere Hinterbein während der Verletzungszeit überlastet und litt nun deutlich unter Arthrosen, so dass er bei Kälte und Nässe unter Gelenkschmerzen litt. Im Sommer 2009 konnte er noch schön mit den Junghengste über die Weide toben und ihnen von seinem guten Benehmen abgeben.  Aber einen weiteren kalten Winter mit Nässe und weniger Weidegang wollten wir ihm nicht antun.  Eine kleine akute Verletzung veranlasste, dass wir ihn zu seiner Schonung aus der Herde nehmen mußten.

Nun kann er all die Pferdekinder im Himmel erziehen - Balyk, Niya und Barat haben sicher schon auf seine gute Erziehung gewartet. Soziale PFerde wie ihn gibt es nicht so häufig! Wie oft haben wir erlebt, dass er sich schützend vor kleine Jungpferde gestellt hat und dass diese hinter ihm Schutz suchen konnten!

Wir werden sein Andenken in Ehren halten!  Gamar bei der Geländepferdeprüfung der HLP in Kreuth
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 16. Oktober 2009 um 18:27 Uhr