Shagya - Araber
Gestüt - Mühlen

Fachkundige, liebevolle Aufzucht - die Grundlage eines erfüllten Pferdelebens
Aufzucht - die gute Kinderstube der Fohlen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 23. Februar 2009 um 17:27 Uhr

Qualität der Aufzucht = Qualität des Pferdes gamal-kopf

Genetisch hat das Fohlen von seinen Eltern eine Reihe verschiedener Veranlagungen geerbt, die im Rahmen gewisser Grenzen an Umwelteinflüsse angepasst werden können. Die Anpassungsfähigkeit ist kurz nach der Geburt noch sehr groß, alles ist noch weich und formbar. Im Laufe des Lebens nimmt die Anpassungsfähigkeit ab - je nach Körperteil oder Eigenschaft früher oder später.  Zum Beispiel passen sich die anfangs noch sehr weichen Hufe sehr schnell an die Bodenverhältnisse an, gewöhnen sich an hartes, unelastisches,  uneben steiniges Gebirge oder an tiefgründigen, feuchten, schweren Marschboden oder an heißen, schmirgelnden Wüstensand. Schon nach wenigen Monaten nimmt diese Anpassungsfähigkeit ab und im Alter von 3 oder 4 Jahren ist an der Form der Hufe und Festigkeit des Hufhorns nur noch wenig zu ändern.

Bei schwach durchbluteten Bereichen wie Sehnen, Bändern und Hufen nimmt die Anpassungsfähigkeit im Alter von ca. 3 Jahren bereits stark ab. Daher sind die Lebensumstände der ersten Lebensjahre prägend für das gesamte spätere Leben. 

Die jungen Pferde müssen ohne Überforderung an die späteren Anforderungen als leistungsfähiges tyanna-galopp250Sportpferd herangebracht werden.

 

Fohlen, die von ihren Eltern die Veranlagung für OCD (Chips) geeerbt haben, müssen diese nicht ausbilden, wenn sie ausgewogen gefüttert und ausreichend, möglichst auf wechselnden Böden, bewegt werden. Die spätere Entwicklung eines Hufrollensyndroms geht häufig im Fohlenalter mit mehr oder weniger ausgeprägter Bockhufigkeit einher. Diese kann bei ausreichender Bewegung, ausgewogener Fütterung und regelmässiger Hufkorrektur leicht frühzeitig behoben werden.

Bei uns wachsen die Fohlen in der Nähe des Hofes auf, haben ständig unterschiedliche Böden unter den Füßen, sind täglich in Kontakt mit Menschen und werden dabei in ihrer Entwicklung beobachtet, um bei kleinen Abweichungen sofort korrigierend eingreifen zu können.

Die 5 Großen L sind für die Aufzucht besonders wichtig:

  • Luft: viel frische Luft - ständiger Luftaustausch im Stall, ständiger AuslaufShagya-Araber Hengstfohlen Boyan untersucht die Pfütze
  • Laufen: ständiger Auslauf, Bewegungsanreize durch Herde, entfernt angebrachte Tränken, Raumteiler, getrennte Futterplätze etc
  • Licht: helle Ställe und ständiger Aufenthalt im Freien
  • Liebe: 24h - Kontakt in einer konstanten, harmonischen Herde
    und häufiger, freundlicher Kontakt zum Menschen
  • Labsal: ausgewogene Versorgung mit Futter und Wasser
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16. September 2009 um 18:21 Uhr